


Stand: 06.01.2009
Die schönsten und interessantesten Orte auf der Gargano Halbinsel
ist die östlichste Stadt auf dem Gargano. Sie wird von zwei langen Sandstränden eingeschlossen
und ist begehrtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Im flacheren Teil dieses
auf einer Halbinsel
gelegenen Ortes befinden sich die Stadtteile aus dem 19. Jahrhundert
und der Neuzeit. Auf dem höher gelegenen, felsigen Teil liegt die Altstadt aus dem
Mittelalter mit ihren engen verwinkelten Gassen, deren Häuser mit den typ-
Pèschici
4400 Einwohner -
15000 Einwohner -
die erste Michaelskirche des in Höhenlage angesiedelten
Bergdorfes (796m) eingeweiht worden sein., vermutlich aber wurde sie erst im 6. Jh.
Als langobardisches Nationalheiligtum errichtet. Millionen Gläubige pilgern seither
über den Via Sacra genannten Pfad zur Felsengrotte mit dem angeblichen Fußabdruck
des Erzengels. Wallfahrer von heute können es sich leichter machen: Eine Panoramastraße
führt direkt zu einem der ältesten Heiligtümer des Abendlandes.
Manfredónia
60 000 Einwohner -
zerstörten Siponto gegründet. 1620 brannten sarazenische Seeräuber
die gotische Kathedrale nieder, der Nachfolgebau stammt aus dem 17. Jh. Auch das
Kastell ist nicht mehr »original«, sondern weitgehend eine Schöpfung des 16. Jh.
Da Manfredónia seinen weitläufigen Badestrand einem Chemiewerk preisgegeben hat,
kann es Touristen auch sonst nur wenig bieten. Mangels entsprechender Stadthotels
sollte man zum Übernachten in das nur 3 km weit entfernte Lido di Siponto ausweichen.
Lucera
36 000 Einwohner -
Nach dem Zerfall
des Imperium Romanum geriet der Ort bis zur Stauferzeit nahezu in Vergessenheit.
Auf einer Anhöhe unweit der Stadt errichtete Friedrich II. einen seiner befestigten
Wohnsitze. 1233 veranlasste er die Zwangsübersiedlung von 20.000 sizilianischen
Arabern, die Lucera mit Billigung des Kaisers in eine islamische Enklave im christlichen
Reich verwandelten. Dieser Schachzug war gleichermaßen ungewöhnlich wie genial:
Die zuvor aufständischen Sarazenen verwandelten sich in die treuesten Anhänger des
Staufers. Hasserfüllt bezeichnete der Papst den Kaiser fortan als »Sultan von Lucera«.
Prompt ließ er nach Friedrichs Tod durch Karl I. von Anjou den Ort niederbrennen
and auf den Grundmauern einer Moschee einen gotischen Dom errichten.
Foggia
160 000 Einwohner -
einiges mitgemacht. Den Aufstieg zum Zentrum eines Kaiserreiches
im 13.1h., den Abstieg zur Bedeutungslosigkeit nach einem Erdbeben im 18. Jh., einen
Neuanfang als Bischofssitz im 19. Jh. und zuletzt die schwere Bombardierung im 20.
Jh. Foggia, das während des Zweiten Weltkriegs als heiß umkämpfte Militärflugbasis
der Alliierten herhalten musste, verwandelte sich in dieser Zeit in eine sympathische
Geschäftsstadt, die von Dienstleistungsgewerbe und Landwirtschaft bestimmt wird.